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Europaministerin Birgit Honé wirbt in Brüssel für weitere Förderung sozialer Innovationen

Anlässlich eines öffentlichen Expertengesprächs in der Niedersächsischen Landesvertretung in Brüssel hat Europaministerin Birgit Honé am (heutigen) Dienstag einen Ausbau der Förderung sozialer Innovationen gefordert. „Die Förderung sozialer Innovationen mit EU-Mitteln hat sich als Erfolgsgeschichte erwiesen. Wir brauchen daher eine Verstetigung und Erhöhung des Mittelansatzes im Rahmen des Europäischen Sozialfonds“, sagte Honé vor Fachleuten aus der EU-Kommission und niedersächsischen Vertretern.

„Neue Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen finden, das ist das Ziel sozialer Innovationen“, führte Honé aus. Niedersachsen engagiere sich hier bereits seit einigen Jahren mit einem neuartigen und deutschlandweit einzigartigen Ansatz. In der laufenden ESF-Förderperiode habe das Land innovative Projekte auf zwei Handlungsfeldern – im Arbeitsleben und in der Daseinsvorsorge – auf den Weg gebracht. Dabei gehe es einerseits um die Anpassung von Unternehmen und Arbeitskräften an gesellschaftliche Veränderungen. Andererseits gehe es um die Verbesserung des Zugangs zu hochwertigen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen. Nach drei Antragsrunden gebe es 29 bewilligte Projekte der sozialen Innovation mit einem Gesamtvolumen von rund sieben Millionen Euro.

Bei der Veranstaltung diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der EU-Institutionen mit Fachleuten aus Niedersachsen. Gemeinsam wurden künftige Herausforderungen und die entsprechenden Pläne der EU-Kommission beraten. Da Niedersachsen hier über vielfältige Erfahrungen verfügt, war hiesiges Expertenwissen in Brüssel gefragt. „Die Zukunft Europas hängt von der Fähigkeit seiner Bevölkerung zur Anpassung an die schnellen Änderungen in der Gesellschaft und der Arbeitswelt ab. Dies betrifft junge Menschen, Erwachsene und benachteiligte Personengruppen gleichermaßen“, resümierte Honé. „Wir müssen die soziale Schieflage in Europa ernst nehmen und dem sozialen Europa einen höheren Stellenwert geben. Wir wünschen uns höhere Fördermöglichkeiten für diesen Bereich, damit Innovationen überhaupt auf den Weg gebracht werden können.“

Artikel-Informationen

03.07.2018

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