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Alles unter einem Dach: Die Planungen für Niedersachsens erstes Regionales Versorgungszentrum starten im Landkreis Cuxhaven

Regionalministerin Honé überreicht ersten Förderbescheid über rund 105.000 Euro für Modellprojekt zur Stärkung der sozialen Daseinsvorsorge


Wurster Nordseeküste. Am (heutigen) Montag hat Birgit Honé, Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, dem Landrat des Landkreises Cuxhaven, Kai-Uwe Bielefeld, den ersten Förderbescheid für das Modellprojekt Regionale Versorgungszentren (RVZ) über rund 105.000 Euro überreicht. Ziel der RVZ ist es, die ländlichen Räume Niedersachsens attraktiver und lebenswerter zu gestalten und sie zu ertüchtigen, den demografischen Herausforderungen besser begegnen zu können. „Mit den Regionalen Versorgungszentren stärken wir die soziale Daseinsvorsorge. Dafür wollen wir eine attraktive und an den praktischen Bedürfnissen der Menschen orientierte Infrastruktur schaffen, die lange Wege vermeidet“, so Honé.

Die Basis der Regionalen Versorgungszentren soll ein kombiniertes Angebot aus hausärztlicher Versorgung, Tagespflege und Beratungsangeboten bilden. Ärztinnen und Ärzten sollen dabei Anstellungsmöglichkeiten mit attraktiven flexiblen Arbeitszeiten eröffnet werden, um so die Hausarztversorgung zu stärken. Darüber hinaus sollen diese zentralen Anlaufstellen mit weiteren Angeboten ausgestattet werden. Das können beispielsweise Hebammendienste, Präventionskurse, Ergo-/ Physiotherapie, haushaltsnahe Dienstleistungen oder ein Café als Treffpunkt sein. Birgit Honé: „All das wollen wir unter einem Dach mit einer zentralen Erreichbarkeit bündeln. Die Regionalen Versorgungszentren sollen ein Baustein sein, um die Attraktivität unserer ländlichen Räume zu steigern und den Menschen die Verlässlichkeit zu geben, gut versorgt zu sein.

Die Fördermittel in Höhe von rund 105.000 Euro sind für die Prozesskoordinierung zum Aufbau eines RVZ in der Wurster Nordseeküste vorgesehen. „Zunächst gilt es, unter Einbeziehung aller Akteurinnen und Akteure vor Ort, ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten. Denn schließlich weiß man direkt vor Ort am besten, was gebraucht wird“, erläuterte Regionalministerin Birgit Honé.

Der Landkreis Cuxhaven ist neben den Landkreisen Wesermarsch und Göttingen einer von drei geplanten Standorten für die Erprobung von Regionalen Versorgungszentren im Rahmen von Modellprojekten. Honé: „Die Versorgungszentren sind ein weiterer Baustein aus unserem Instrumentenkasten für eine Politik, die die Regionen in unserem Land in den Blick nimmt – eine Politik, die von den Bedarfen der Regionen her denkt, die lokalen Akteurinnen und Akteure einbezieht und keine Standardlösung von oben vorgibt. Ausgehend von der individuellen Situation bieten wir für den jeweiligen Lösungsansatz die entsprechenden Freiräume. Das ist gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen von zentraler Bedeutung – denn unsere Vielfalt ist unsere Stärke.“

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erstellt am:
13.07.2020

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