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Soziale Innovation

  Bildrechte: Anja Weiss

Mit Innovationen soziale Herausforderungen lösen

Smartphones, Elektroautos oder Künstliche Intelligenz – technologische Innovationen verändern immer schneller unseren Alltag. Der technologische Wandel verspricht gesellschaftlichen Fortschritt, doch klar ist auch: Technologische Innovationen alleine können gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderungen nicht lösen. Vielmehr erzeugen sie zum Teil auch problematische (Neben-​)Wirkungen, von denen viele Menschen beruflich wie privat betroffen sind.

Mit dem Förderprogramm „Soziale Innovation“ fördern wir seit 2015 Modellprojekte, die dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen zu lösen und regionale Bedarfe zu decken. Dabei stehen neue Projektansätze zur Anpassung von Unternehmen und Arbeitskräften an den Wandel sowie zum Zugang zu Gesundheits- und Sozialdienstleistungen im Vordergrund.

Innovative Ansätze entwickeln und erproben

Das Förderprogramm zielt darauf ab, innovative und übertragbare Projekte in zwei großen Themenfeldern zu entwickeln und zu erproben:

„Arbeitswelt im Wandel“ - Anpassung von Unternehmen und Arbeitskräften an die gesellschaftlichen Veränderungen

- Vereinbarkeit von Beruf und Privatem, Zukunftsfragen hinsichtlich des Arbeitsortes und der Arbeitszeit, neue Strategien der Netzwerkökonomie, Agilität

- Sozialpartner können Handlungsstrategien für die Arbeitswelt 4.0 entwickeln und erproben

- Um psychische Belastungen zu reduzieren, entwickeln betriebliche Akteure Handlungsstrategien zur Verbesserung der Führungskultur und zum Abbau von Belastungen, u.a. auch in Form einer App.

„Daseinsvorsorge“ - Verbesserung und Sicherung des Zugangs zu hochwertigen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen

- Ziel ist es, den Zugang der Landbevölkerung zu Sozial- und Gesundheitsdienstleistungen langfristig sicherzustellen und strukturell neu zu denken (vor allem in den Bereichen Kinder, Jugend, Migration, ältere und alte Menschen, Menschen mit Behinderung sowie sozial Benachteiligte)

- Projekte nutzen technische Möglichkeiten wie Übersetzungs-Apps, erproben telemedizinische Versorgungsansätze oder übertragen bewährte Ansätze aus anderen Bereichen auf die Sozialbranche (z. B. Social Franchising)

- Es werden neue Kooperations- und Vernetzungsmöglichkeiten erprobt, Sozialberatung mobil oder auf digitalem Wege in die Dörfer gebracht oder neue Wege konzipiert, wie Ehrenamtliche und professionelle Sozialdienstleister miteinander arbeiten können.

Stellen für Soziale Innovation: Katalysator und Vermittler

Da es sich um ein Förderprogramm mit experimentellem Charakter handelt, werden landesweit drei Stellen für Soziale Innovation gefördert, die Träger, Einrichtungen und Initiativen bei der Suche nach Lösungsansätzen und deren Umsetzung unterstützen.

Foto Ansprechpartnerin Bildrechte: LAG FW

Stelle für Soziale Innovation der Freien Wohlfahrtspflege (Schwerpunkt Daseinsvorsorge):

„In vielen Bereichen der sozialen Arbeit werden durch die Richtlinie Soziale Innovation schon jetzt Projekte möglich gemacht, die den Menschen im ländlichen Raum zugutekommen. Wir von der Stelle für Soziale Innovation helfen gerne bei der Ideenentwicklung, in der Antragsphase und bei der Projektdurchführung: Wir lassen Sie nicht alleine!“

Anna Low, Tel. 0511 85624750, Mail: anna.low@lag-fw-nds.de

www.stelle-fuer-soziale-innovation.de

Foto Ansprechpartnerin Bildrechte: Arbeitgeberverband

Stelle für Soziale Innovation der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V. (Schwerpunkt Arbeitswelt im Wandel):

Wiebke Krohn, Tel. 04131 87212-17, Mail: wkrohn@av-lueneburg.de

"Die Richtlinie Soziale Innovation ist sehr breit angelegt, so dass Platz für viele unterschiedliche Experimentierprojekte ist – von innovativen Ansätzen in der Pflege, über neue Führungsmethoden bis hin zu Digitalisierungsprojekten in der Kulturlandschaft und neuen Formen der Nahversorgung mit Lebensmitteln. Ich unterstütze Sie gerne bei der Entwicklung innovativer Projektansätze.“

www.arbeitgeberverbandlueneburg.de/personal-und-organisationsentwicklung
Foto Ansprechpartnerin Bildrechte: DGB Niedersachsen

Stelle für Soziale Innovation des DGB Niedersachsen (Schwerpunkt Arbeitswelt im Wandel):

Rüdiger Hornbostel, Tel. 0511 12601-63, Mail: ruediger.hornbostel@dgb.de

www.niedersachsen.dgb.de/stelle-fuer-soziale-innovation

„Digitalisierung, Konkurrenzfähigkeit und gute Arbeit in unseren Betrieben sind die Zukunftsthemen um die niedersächsische Wirtschaft zu stärken. Dafür haben wir jetzt schon gute Instrumente, die es ermöglichen, mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds den Wandel zu gestalten.“

Niedersachsen als Vorreiter

Was als Experiment begann, hat sich mittlerweile zu einem stark nachgefragten Förderinstrument entwickelt, das lange deutschlandweit einzigartig war. Inzwischen hat es erste Nachahmer gefunden. Auch der Deutsche Bundestag hat beschlossen, das Thema „Soziale Innovationen“ stärker zu fördern. Das zeigt, dass wir in Niedersachsen die Weichen bereits vor Jahren richtig gestellt haben.

Aus 145 Projektideen haben wir seit 2015 über 50 sozial-innovative Projektideen mit einem Gesamtvolumen von ca. 23 Mio. Euro zur Förderung ausgewählt.

Wer, was und wie wird gefördert?

Einzelheiten zur Förderung, Informationen zu den Fördergegenständen, Antragsberechtigten und Projekten finden Sie in unserem Förderkompass:

https://projektatlas.europa-fuer-niedersachsen.de/foerderprogramme/soziale-innovation-zur-loesung-sozialer-herausforderungen/

Mehr Gelder in der neuen EU-Förderperiode

In der neuen Förderperiode können wir mit einem deutlich höheren Mittelvolumen aus Brüssel rechnen. Nach aktuellem Stand stehen 18,6 Mio. Euro, also gut 1/3 mehr Fördermittel für das Programm zur Verfügung. Damit können in den nächsten Jahren noch mehr soziale Innovationen in Niedersachsen entstehen.

Logo Europa für Niedersachsen Bildrechte: MB
EU-Flagge 12 gelbe Sterne auf blauem Grund   Bildrechte: B&B

Artikel-Informationen

erstellt am:
10.02.2022

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