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EU-Initiativen zu Wasserstoff: Niedersachsen tritt der European Clean Hydrogen Alliance und der European Hydrogen Valleys Partnership bei


Niedersachsen ist der European Clean Hydrogen Alliance (ECH2A) beigetreten. Zudem ist das Land neues Mitglied in der European Hydrogen Valleys Partnership (EHV). Die im vergangenen Juli gegründete ECH2A soll den Aufbau einer klimaneutralen Wasserstoffökonomie in Europa beschleunigen, indem sie Unternehmen, Regierungen und die Zivilgesellschaft zusammenbringt. Die Allianz zählt mehr als 800 Mitglieder. Der EHV gehören mehr als 40 europäische Regionen an, unter anderem Hamburg, Schottland sowie die niederländischen Provinzen Drenthe und Groningen.

Europa- und Regionalministerin Birgit Honé vertritt die niedersächsischen Interessen in beiden EU-Initiativen und koordiniert damit ressortübergreifend auch die fachliche Mitwirkung der Landesministerien für Wirtschaft, Energie und Umwelt sowie Wissenschaften. Sie sieht in den Allianzen eine Chance zur europäischen Positionierung und stärkeren Vernetzung in einer gerade für Niedersachsens Regionen wichtigen Zukunftstechnologie: „Die Produktion und Nutzung von Wasserstoff eröffnet vielen Regionen in Niedersachsen Chancen auf Wachstum und Arbeitsplätze im Einklang mit dem Klimaschutz und den Zielen des Grünen Deals der EU“, sagte Honé. Sie hatte sich in Brüssel bereits im Europäischen Ausschuss der Regionen für eine EU-Wasserstoffstrategie stark gemacht.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann stellte heraus, dass die ECH2A das Ziel verfolgt, die Treibgasemissionen in allen Wirtschaftssektoren durch den Einsatz von grünem Wasserstoff zu senken. „Dieses Ziel verfolgen wir auch in Niedersachsen mit Nachdruck. Für mich ist es deshalb selbstverständlich, dass das Wirtschaftsministerium in der Allianz für grünen Wasserstoff in Europa mitarbeitet“, sagte Althusmann.


In Europa werden die Weichen gestellt für den Rechtsrahmen und die Förderung der Wasserstofftechnologie, betonte Energieminister Olaf Lies: „Daher ist es von großer Bedeutung, dass wir unsere Netzwerke auch in Brüssel weiter ausbauen“, sagte er. „Wir müssen von Anfang an mitreden können, wenn über Leitungsprojekte und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zur Herstellung von Wasserstoff beraten und entschieden wird. Für das Gelingen der Energiewende müssen wir diese dafür so zentrale Technologie auf allen Ebenen voranbringen“, ergänzte er.

Wissenschaftsminister Björn Thümler bezeichnete Wasserstoff als eine „Schlüsseltechnologie“ des Grünen Deals der EU. „Es gilt nun, Wasserstofftechnologien in konkrete Projekte umzusetzen und zugleich unsere Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb zu verbessern. Die Mitgliedschaften in den beiden Wasserstoffnetzwerken helfen uns dabei“, sagte Thümler.

Die Nutzung von „grünem“ Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gilt als Schlüssel für eine klimaneutrale Industrie und Mobilität. Sowohl die EU-Kommission als auch die deutsche Bundesregierung haben deshalb Wasserstoffstrategien aufgelegt und Wasserstoff zu einem Schwerpunkt ihrer Förderung gemacht, die dem Markthochlauf den Weg ebnen sollen.


Niedersachsen wirkt an der Norddeutschen Wasserstoffstrategie mit, fördert den Einsatz Wasserstofftechnologien und kooperiert hierzu bereits mit den Provinzen der nördlichen Niederlande.

Artikel-Informationen

erstellt am:
25.02.2021

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