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Land fördert Regionales Versorgungszentrum in Nordenham

Honé erteilt Millionenbescheid für laufendes Modellprojekt in Niedersachsen


Hannover/Nordenham. Der Landkreis Wesermarsch und die Stadt Nordenham haben zwei wichtige Meilensteine beim Aufbau eines Regionalen Versorgungszentrums (RVZ) erreicht: Nachdem der Stadtrat am Donnerstag dem Projekt seine Zustimmung erteilt hat, erließ das niedersächsische Regionalministerium am Freitag einen weiteren Förderbescheid über 1.182.308,27 Euro für den Aufbau des RVZ. Regionalministerin Birgit Honé sagte dazu: „Zusammen mit dem Landkreis Wesermarsch und der Stadt Nordenham können wir ein neues Konzept der Daseinsvorsorge für die Region erproben. Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich die Bedeutung einer verlässlichen Versorgung insbesondere ländlicher Gebiete“, ergänzte sie.

Nachdem bereits Konzeptionierungsarbeiten gefördert wurden, unterstützt das Ministerium das Modellprojekt nun insgesamt mit rund 1,2 Millionen Euro: Damit sind zum Jahresende in Niedersachsen drei RVZ in Gründung: Bereits in der vergangenen Woche hatte das Leinebergland mit dem Standort Alfeld einen Förderbescheid erhalten, zeitgleich mit Nordenham gab Honé auch grünes Licht für ein Zentrum in Nordholz im Landkreis Cuxhaven. Angesichts des hohen Bedarfs insbesondere in den ländlichen Räumen hat die Ministerin eine Ausweitung des Modellprojekts um mindestens ein weiteres RVZ ins Auge gefasst.

Der Landrat der Wesermarsch, Thomas Brückmann, erwartet durch das Projekt einen Impuls für den gesamten nördlichen Teil der Wesermarsch: „Die Bündelung medizinischer Leistungen mit Beratungsdienstleistungen unterschiedlichster Art an einem Standort ist innovativ, bedeutet kurze Wege für die Bürgerinnen und Bürger und ist zugleich bislang einzigartig in Niedersachsen.“

Bürgermeister Carsten Seyfarth aus Nordenham sagte dazu: „Ich bin dankbar dafür, dass die Stadt Nordenham an dem Modellprojekt des Landes Niedersachsen teilnehmen kann und freue mich auf die nun folgende Aufbauphase des RVZ. Ich bedanke mich bei allen Projektbeteiligten für das große Engagement.“

Das RVZ soll die hausärztliche Versorgung sichern und gleichzeitig weitere Angebote der Daseinsvorsorge an einem zentralen und gut erreichbaren Ort bündeln. Den Kern des RVZ in Nordenham soll ein Medizinisches Versorgungszentrum bilden, in dem angestellte Medizinerinnen und Mediziner die hausärztliche Versorgung sichern. Darüber hinaus soll der örtliche Senioren- und Pflegestützpunkt integriert werden. Insgesamt soll neben der hausärztlichen Versorgung der Schwerpunkt des RVZ zum einen auf der Bündelung kommunaler Beratungsleistungen und zum anderen auf dem Thema Hebammenversorgung liegen.

In dem RVZ sollen auch neue Ansätze wie Telemedizin erprobt werden. Damit sollen Mobilitätsprobleme auf dem Land abgefedert und die Hausarztversorgung entlastet werden.

Der geplante Standort in der Ilsestraße 15 in Nordenham mit einer bereits vorhandenen Tagespflegeeinrichtung und seiner Anbindung an den ÖPNV verfügt über gute Voraussetzungen für ein RVZ. „Mit seiner Nähe zur Nordenhamer Innenstadt ist er zugleich ein wichtiges Signal zur Stärkung unserer Zentren, die in der derzeitigen Corona-Pandemie besonderen Herausforderungen ausgesetzt sind“, so Ministerin Honé abschließend.

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erstellt am:
18.12.2020

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