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Land unterstützt Bramscher Offensive für eine attraktivere Innenstadt

Regionalministerin Honé überbringt Förderbescheid für „Bramsche bringt’s“

Bramsche. Das Land Niedersachsen fördert die Pläne der Stadt Bramsche zur nachhaltigen Belebung der Innenstadt. Regionalministerin Birgit Honé übergab am (heutigen) Dienstag Bürgermeister Heiner Pahlmann einen Förderbescheid in Höhe von 147 540 Euro für das Maßnahmenprojekt „Bramsche bringt’s: lebendig und resilient“. Das Geld stammt aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“, zusammen mit Eigenmitteln stehen der Stadt damit 245 900 Euro zur Verfügung

Bramsche will mit einem integrierten Maßnahmenpaket die „City Offensive“ und den „Masterplan City Bramsche 2025“ umsetzen und die Aufenthaltsqualität und Erreichbarkeit der Innenstadt verbessern. Unter anderem ist eine Anschubfinanzierung für einen gewerblichen Lieferdienst und ein Kreativitätswettbewerb für die lokale Gastronomie geplant.

Ministerin Birgit Honé lobte den Bramscher Ansatz: „Der demografische und digitale Wandel verändert unsere Innenstädte nachhaltig, und vielerorts wirkte die Corona-Pandemie wie ein Brandbeschleuniger“, sagte Honé. Gleichzeitig biete die aktuelle Entwicklung gerade kleinen und mittleren Zentren viele Chancen, sich neu zu erfinden und sich als Ankerpunkt der Region zu etablieren. „Neue Mobilitätslösungen und die Attraktivierung der Innenstadt als Verweil- und Lebensraum sind vielversprechende Ansätze für Bramsche“, ergänzte sie. Die Landesregierung sei sich der Verantwortung für die kleinen und mittleren Städte in der Fläche sehr bewusst, sagte Honé. Dies zeige nicht nur das seit 2019 laufende Programm „Zukunftsräume“, sondern auch das nun mit einem Volumen von 117 Millionen Euro aufgelegte Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“.

Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann sieht insbesondere im zunehmenden Onlinehandel eine wachsende Herausforderung für den inhabergeführten Einzelhandel. „Die Stadt Bramsche arbeitet seit Jahren kontinuierlich an der Attraktivierung der Innenstadt, um so den Besucherinnen und Besuchern ein besonders Einkaufserlebnis zu bieten. Mithilfe des Förderbescheides können weitere zukunftsweisende Projekte in die Tat umgesetzt werden“, sagte Pahlmann.

Zum vierten Antragsstichtag der „Zukunftsräume“ sei wiederum ein weites Spektrum von sehr guten Anträgen eingegangen, freute sich Dezernatsleiterin Talke Hinrichs-Fehrendt vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. „Nachdem bereits in den ersten drei Antragsrunden elf Projekte mit insgesamt 1,75 Millionen Euro in der Region gefördert werden konnten, profitieren in dieser Runde erneut sechs Projekte in Weser-Ems mit insgesamt circa 1,15 Millionen Euro Fördermitteln von diesem sehr flexibel von den Kommunen zur Attraktivierung ihrer Städte und Gemeinden einsetzbaren Förderprogramm des Landes“, sagte Hinrichs-Fehrendt. „Das Bramscher Projekt mit den Maßnahmen zur Umsetzung des ,Masterplans City Bramsche 2025‘ wird dabei auch dazu beitragen, die Herausforderungen und Folgen der Corona-Pandemie zu bewältigen“, ergänzte Hinrichs-Fehrendt.

Hintergrund:

Das Programm „Zukunftsräume“ des Niedersächsischen Ministeriums für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung richtet sich vor allem an Klein- und Mittelzentren ab 10 000 Einwohnern. Mit dem Programm werden besonders stadtregionale Kooperationen und Entwicklungsprojekte zur Verbesserung der Versorgung und Attraktivität in den Zentren gefördert. Seit 2019 wurden niedersachsenweit 41 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 8 Millionen Euro bewilligt und im Zuge der vierten Förderrunde werden 19 weitere Projekte in das Programm aufgenommen. Nach einer ausgesprochen positiv ausgefallenen externen Evaluation soll das Programm auch 2022 fortgesetzt werden.

Artikel-Informationen

erstellt am:
24.08.2021

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