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Nordenham will mit Hilfe des Landes noch besser für technische Berufe werben

Regionalministerin Honé übergibt „Zukunftsräume“-Bescheid über 144.696 Euro


Nordenham. Das Niedersächsische Regionalministerium unterstützt die Stadt Nordenham bei der Koordination der Kreativlabore Nordenham-Brake. Birgit Honé, Niedersächsische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, übergab am (heutigen) Donnerstag einen entsprechenden Förderbescheid in Höhe von 144.696 Euro an Bürgermeister Nils Siemen.

Neben der Stadt Nordenham als Antragsteller sind das Technologiezentrum Nordenham (ZTNW GmbH), die Stadt Brake, die Kulturgenossenschaft Centraltheater Brake und die Kreisvolkshochschule Wesermarsch GmbH in das Projekt eingebunden. Der Landkreis Wesermarsch beteiligt sich über Kreisentwicklungsgelder an der Kofinanzierung des Projekts.

Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Onlinehandel stellen niedersächsische Klein- und Mittelstädte vor große Herausforderungen. Mit der Richtlinie „Zukunftsräume Niedersachsen“ bietet das Regionalministerium ein niedrigschwelliges und flexibles Instrument, das ihnen hilft, auch künftig ihre zentralen Funktionen für die sie umgebenden ländlichen Räume wahrzunehmen. „Städte wie Nordenham können über die ‚Zukunftsräume Niedersachsen‘ konkrete, innovative Maßnahmen zur Attraktivierung anschieben“, so Ministerin Honé.

Nordenham nimmt sich dem Fachkräftemangel vor allem im so genannten MINT-Bereich, also Berufen der Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, jetzt kreativ an. Mit dem Fördergeld will die Stadt eine Koordinierungsstelle für die drei vorhandenen Kreativlabore einrichten. Diese soll das vorhandene herausragende technikorientierte Infrastrukturangebot sichtbarer machen, vernetzen und durch zeitgemäße Bildungsformate und Experimentierangebote besser ausnutzen. Durch die Orientierung auf die MINT-Berufsbilder soll das Interesse für technische Berufe geweckt und so dem Fachkräftemangel in der Region entgegengewirkt werden.

Regionalministerin Honé zeigt sich begeistert: „Die Vernetzung der Kreativlabore und die enge Verknüpfung mit den Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen Wirtschaft, Kitas und Schulen und Kultur verbessert die MINT-orientierte Bildungsarbeit in der Region und steigert die Attraktivität der Mittelzentren Nordenham und Brake vor allem für junge Menschen.“

Bürgermeister Nils Siemen sieht in dem Projekt eine Investition in die Zukunft. „Die fortschreitende Digitalisierung in der Arbeitswelt erfordert neue Kompetenzen von den Fachkräften. Über das Projekt ,Koordination Kreativlabore Nordenham-Brake‘ wollen die beteiligten Partner auf kreative Weise insbesondere Schüler/innen und junge Erwachsene für die so genannten MINT-Berufe begeistern“, sagte Siemen. „Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Zudem wird die Bildungslandschaft in Nordenham und der gesamten Wesermarsch aufgewertet“, schloss er.



Hintergrund

Zukunftsräume Niedersachsen

2019 hat das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ aufgelegt. Es unterstützt Projekte für die Lebendigkeit und Attraktivität von Kommunen ab 10.000 Einwohnenden mit Zentrumsfunktionen in ländlichen Räumen.

Seit 2019 wurden bisher 85 Projekte mit insgesamt 16,4 Millionen Euro über die Richtlinie gefördert. In der aktuellen Antragsrunde wurden 27 Projekte in das Programm aufgenommen.

Einen Film über die Ziele und Säulen des Zukunftsräume-Programms finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=pAdRo3Ns_Jw.

Weitere Informationen zum Programm Zukunftsräume Niedersachsen gibt es hier: https://www.mb.niedersachsen.de/zukunftsraeume-niedersachsen/zukunftsraeume-178270.html.

Artikel-Informationen

erstellt am:
28.07.2022

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