klar

Veranstaltungen und Termine

Mit Veranstaltungen präsentiert die Landesvertretung das Land als innovativen Wirtschaftsstandort sowie als attraktive Wissenschafts-, Kultur- und Tourismusregion auf europäischer Bühne. Die Landesvertretung bietet mit Round-Table-Gesprächen und Podiumsdiskussionen ein häufig genutztes Diskussionsforum für wichtige europapolitische Themen.

Die Landesvertretung empfängt in großem Umfang Besuchergruppen aus allen politischen und gesellschaftlichen Bereichen Niedersachsens, die sich über die europapolitischen Aktivitäten in Brüssel informieren oder Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlamentes, mit Dienststellen der Institutionen, mit Interessenvertretungen oder Nichtregierungsorganisationen in Brüssel führen wollen.

Damit trägt die Landesvertretung zu einem besserem Verständnis der Europäischen Union bei den Bürgerinnen und Bürgern des Landes sowie in umgekehrter Richtung zur Wahrnehmung niedersächsischer Akteure und Anliegen in Brüssel bei.

Anfragen richten Sie bitte an:

Lisa Stieberitz-Ebert
Tel: +32 2 235 08 19

Catherine Béhague
Tel: +32 2 235 08 13



 
Expertinnen und Experten diskutieren über Erfahrungen und Perspektiven der Förderung Sozialer Innovationen mit ESF-Mitteln

03.07.2018

Expertinnen und Experten diskutieren über Erfahrungen und Perspektiven der Förderung Sozialer Innovationen mit ESF-Mitteln

Am 3.07. diskutierten in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union Expertinnen und Experten aus EU-Institutionen, Politik und Verbänden über „Soziale Innovationen, ein aktuelles und auch zukünftiges Handlungsfeld in der ESF-Förderung. Neue Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, das ist das Ziel der „sozialen Innovationen. Niedersachsen engagiert sich hier bereits seit einigen Jahren mit einem neuartigen und deutschlandweit einzigartigen Ansatz. In der laufenden Förderperiode hat das Land innovative Projekte in zwei Handlungsfeldern – im Arbeitsleben und in der Daseinsvorsorge – auf den Weg gebracht. Dabei geht es einerseits um die Anpassung von Arbeitskräften und Unternehmen an die schnellen gesellschaftlichen Veränderungen. Andererseits geht es um die Verbesserung des Zugangs zu hochwertigen Gesundheits- und Sozialdienstleistungen. Nach drei Antragsrunden gibt es im Land fast 30 bewilligte sozial innovative Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund sieben Millionen Euro. Vor diesem Hintergrund hatte die niedersächsische Europaministerin Birgit Honé zu einer Podiumsdiskussion in Brüssel eingeladen, um die vielfältigen niedersächsischen Erfahrungen in die laufende Diskussion über die zukünftige EU-Förderung einzubringen. Über die zukünftigen Pläne der EU-Kommission zur Förderung sozialer Innovationen im ESF+-Programm informierte zunächst Andrea Leruste aus der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration. Im Anschluss daran berichteten aus Niedersachsen Reinhard Kühn für die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und Wiebke Krohn für die Stelle für Soziale Innovation der Unternehmerverbände von den bisherigen Erfahrungen mit unterschiedlichsten Projekten im Rahmen der Förderrichtlinie und ihre Vorstellungen, wie es weitergehen müsste. Den letzten Vortrag hielt Constanza Pagnini von der Stiftung Fondazione Giacomo Brodolini, einem Think-Tank, der von der EU-Kommission mit der Evaluierung der Förderung von sozialen Innovationen in den europäischen Mitgliedsstaaten beauftragt war, über die Ergebnisse ihrer aktuell veröffentlichten Studie. In der anschließenden Paneldiskussion unter der Leitung von Frau Charlotte Geerdink vom Swiss Contact Office for Research and Higher Education in Brüssel, diskutierten die Vortragenden über die Forderungen und Anregungen, die sich aus der Betrachtung der bisherigen Erfahrungen für die Zukunft ergeben. Eine der zentralen Botschaften der Fachleute aus der Praxis sowie der Ministerin war der Wunsch nach einer größtmöglichen Flexibilisierung und Vereinfachung der Förderung, da innovative Ansätze Raum für Experimente und damit auch für die Möglichkeit des Scheiterns brauchen. Die Vertreterin der Kommission begrüßte die Anregungen, betonte aber, dass es wohl weiterhin ein Spannungsfeld zwischen dem Interesse an Vereinfachung und Flexibilität einerseits und den eher strengen ESF-Regeln geben werde. Außerdem wurde in der Veranstaltung die Bedeutung von Vernetzung und Erfahrungsaustausch, aber auch die Vernetzungsmöglichkeiten der Förderfonds thematisiert. Ganz wichtig ist die politische Unterstützung, auch auf Projektebene – da waren sich alle Fachleute einig. „Wir müssen insgesamt mutiger werden und auch fondsübergreifend arbeiten“, so ein Resumée von Ministerin Honé in ihrem Schlusswort.

 
Medienausschuss des Niedersächsischen Landtages zu Gesprächen in Brüssel

02.-04.05.2018

Medienausschuss des Niedersächsischen Landtages zu Gesprächen in Brüssel

In der Zeit vom 02.-04.05. hielt sich der Medienausschuss des Niedersächsischen Landtages zu Informationsgesprächen in Brüssel auf.
Zu den Schwerpunktthemen der Informationsreise gehörten die Reform der Richtlinie für Audiovisuelle Medien, die Bekämpfung der Desinformation sowie die Datenschutzgrundverordnung.

 
Projekt-Workshop COMPASS

20.03.2018

Projekt-Workshop COMPASS

Am 20.03. führte das Konsortium von COMPASS (Siehe: https://www.espon.eu/planning-systems) in der Landesvertretung einen Projekt-Workshop durch. Das Konsortium diskutierte mit bedeutenden Akteuren auf dem Gebiet der räumlichen Entwicklung über Politikempfehlungen, die auf seinen detaillierten Analysen der Politik der räumlichen Planung und der territorialen Governance in Europa aufbauten.

Räumliche Planungssysteme und territoriale Governance haben sich in den vergangenen Jahren zu einer Schlüsselkomponente integrierter und trans-sektoraler Politikstrategien in den Mitglieds- und Partnerstaaten entwickelt. Das Europäische Raumbeobachtungsnetzwerk (ESPON EGTC) hat das COMPASS Konsortium gebeten, dazu eine Studie über 32 Staaten (28 Mitgliedsstaaten sowie die vier EFTA-Staaten) durchzuführen. Weitere sieben Staaten (Beitrittskandidaten und andere Nachbarstaaten) werden darin hinsichtlich der Verfügbarkeit entsprechender Daten auch berücksichtigt. Ziel dieser Studie ist, den Stand der Dinge und die Rolle von räumlicher Planung und territorialer Governance vor allem in ihrem Verhältnis zu den 352 Mrd. EUR umfassenden Investitionen durch die Kohäsionspolitik zu untersuchen. Wie kann nationale/sub-nationale räumliche Planung und territoriale Governance in den genannten Staaten die Kohäsions- und andere EU-Politiken und umgekehrt besser reflektieren? Diese wichtige Frage steht im Mittelpunkt der Betrachtungen durch das Konsortium. Es setzt sich zusammen aus der TU Delft (NL), der in Hannover ansässigen Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Spatial Foresight (LU), der Polnischen Akademie der Wissenschaften/ Institut für Geographie (PL), Nordregio (SE), Politecnico Turin (IT), dem Zentrum für ökonomische und regionale Studien (HU), dem University College Dublin (IE) und wird von vielen weiteren Expertinnen/Experten aus Mitgliedsstaaten und EFTA Ländern unterstützt.


 
European Challenges in Personalised Medicine

14.03.2018

Experten diskutieren Potential der Forschung zur personalisierten Medizin

Am 14.03. diskutierten in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union Expertinnen und Experten aus Forschung, Wirtschaft und Politik über ein aktuelles Handlungsfeld der Medizinforschung. Die sog. „Personalisierte Medizin“ ist mit Blick auf die demografische Entwicklung und die Belastung der Gesundheitssysteme in Europa eines der gesellschaftlich besonders relevanten Zukunftsthemen und damit ein wichtiges Forschungsfeld – regional und überregional. Vor diesem Hintergrund hatte die Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Frau Dr. Sabine Johannsen, zusammen mit der Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen, NBank, zu einer Podiumsdiskussion in Brüssel eingeladen. Vor internationalem Publikum hielt Prof. Dr. Harald Mischak aus Niedersachsen zu Beginn einen Impulsvortrag. Prof. Mischak ist Inhaber des Lehrstuhls für Proteomics and Systemes Medicine an der Universität Glasgow und Executive Director der Firma mosaiques-diagnostics GmbH in Hannover. Er wurde aktuell als „Lecturer of the Year 2018“ des Comité Belge de lutte contre l’Hypertension ausgezeichnet. Mit seinen Forschungen zur Proteomanalyse war er u. a. an 15 FP7- und neun H2020-Projekten beteiligt. Die Proteomanalyse identifiziert chronische Krankheiten erstmals auf molekularer Ebene. Dadurch werden präzise frühzeitige Diagnosen, beispielsweise ein drohender Herzinfarkt, ermöglicht.
In der anschließenden Paneldiskussion unter der Leitung von Frau Charlotte Geerdink vom Swiss Contact Office for Research and Higher Education in Brüssel, SwissCore, diskutierten Frau Irene Norstedt, Referatsleiterin „Innovative and Personalised Medicine“ in der Generaldirektion für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, Prof. em. Dr. Jan Staessen, Professor für Medizin der Universität Leuven sowie Gianni D’Errico aus Italien, European Funding Manager der Fondazione Regionale per la Ricerca Biomedica, Lombardei und Mitglied des Executive Committee des International Consortium Personalised Medicine, IC PerMed. Eine der zentralen Botschaften der Experten aus der Medizinforschung war der Wunsch, Forschung zu personalisierter Präzisionsmedizin sowohl im europäischen Forschungsrahmenprogramm, wie der Forschungsförderung der Mitgliedsstaaten besser zu verankern. Die Proteomanalyse und andere Biomarker stehen bereits in einer Entwicklungsphase, in der man konkreten Nutzen für die Gesellschaft greifbar habe. Hier sei jetzt der Beginn von mehr klinischen Studien wichtig. Außerdem wurde in der Veranstaltung die Bedeutung von Big Data in der Medizin und die internationale Zusammenarbeit in der Medizinforschung thematisiert.

 
Verteilte Exzellenz – Kultur im Europa der Regionen

08.03.2018

Vertreter der UNESCO, der EU-Kommission und der Kulturpraxis diskutierten über Kulturförderung und Kulturpolitik

Am 08.03. kamen in der Vertretung des Landes Niedersachsen bei der Europäischen Union Expertinnen und Experten aus Kulturpolitik und Kulturpraxis zu einer Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Verteilte Exzellenz – Kultur im Europa der Regionen“ zusammen. Zentrale Fragestellung war, welchen Herausforderungen Kultureinrichtungen in Europa heute gegenüberstehen und welche Aufgaben Kulturförderinstitutionen regional und überregional hierbei zukommen. Die Diskussionsveranstaltung wurde in Kooperation mit der Toto-Lotto-Niedersachsen GmbH durchgeführt, dessen Geschäftsführer, Axel Holthaus, zusammen mit der stellvertretenden Leiterin der Landesvertretung, Sabine von Zanthier, die Veranstaltung mit einem Redebeitrag eröffnete. Auf dem Panel diskutierten Frau Barbara Gessler, Referatsleiterin in der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur und zuständig für das Programm Creative Europe, der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission in Bonn, Dr. Roland Bernecker sowie Wilhelm Siemen, Gründungsdirektor des Porzellanikon - Staatliches Museum für Porzellan – in Selb (Oberfranken). Das Porzellanikon ist Mitglied des durch die EU geförderten „Urban Network for Innovation in Ceramics“ und in zahlreichen EU-Projekten aktiv. Zentrale Aussagen der Diskussion waren, dass Kunst, Kultur und kulturelle Bildung gerade in Zeiten der Europa-Skepsis und Nationalstaatlichkeit wichtig für die Identifikation und das Zugehörigkeitsgefühl der Menschen in Europa seien. Außerdem spiele Kultur eine wichtige Rolle bei Herausforderungen der Integration und Teilhabe in Europa. Umrahmt wurde die Paneldiskussion durch musikalische Einlagen des mehrfach ausgezeichneten Cellisten, Kacper Nowak. Er stammt aus der Partnerregion Niedersachsens, Woiwodschaft Großpolen (Wielkopolska).

 
Stephan Weil, Jean-Claude Juncker (v.l.)

20.02.2018

Aufbruch für Europa - Ministerpräsident Weil und Europaministerin Honé zu politischen Gesprächen in Brüssel

Ministerpräsident Stephan Weil hat am 20.02. zusammen mit Europaministerin Birgit J. Honé in Brüssel mehrere Gespräche über aktuelle politische Herausforderungen in Deutschland und in der Europäischen Union geführt. Neben der Regierungsbildung in Deutschland stand der Mehrjährige Finanzrahmen der EU nach 2020 im Zentrum des Gedankenaustausches mit Kommissionspräsident Juncker. Ministerpräsident Weil unterstrich, wie wichtig es sei, dass auch zukünftig ausreichend Strukturhilfen für alle Regionen zur Verfügung gestellt werden. Auch stärker entwickelte Regionen wie Niedersachsen müssten weiterhin von der EU gefördert werden.

Mit dem BREXIT-Chefunterhändler Michel Barnier sprachen Weil und Honé über die Chancen einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach dessen Austritt aus der EU.

Auch mit Kommissar Oettinger tauschte man sich über den Mehrjährigen Finanzrahmen nach 2020 aus. Europaministerin Honé betonte für die neue Förderperiode die Notwendigkeit eines umfassenden Bürokratieabbaus und weitergehender Vereinfachungen bei der Fördermittelvergabe auf allen Ebenen. Niedersachsen stehen in der laufenden Förderperiode 2014-2020 etwa 2,1 Mrd. EUR an EU-Mitteln aus den Fonds ESF, EFRE und ELER zur Verfügung. Hinzu kommen in der laufenden Förderperiode Direktzahlungen im Agrarbereich in Höhe von rd. 4,6 Mrd. EUR und im Fischereibereich von 21,5 Mio. EUR - insgesamt also rd. 6,7 Mrd. EUR. Niedersachsen strebt an, dieses Niveau auch nach 2020 zu halten. Für Niedersachsen ist wichtig, dass nach 2020 weiterhin alle Regionen in der EU, auch Übergangsregionen und stärker entwickelte Regionen, eine Förderung zur regionalen Entwicklung und Agrarförderung erfahren. Beide Bereiche sind notwendig, um mit europäischer Beteiligung den Herausforderungen in unseren Regionen begegnen zu können.

Das Gesprächsprogramm fand am frühen Abend seinen Abschluss bei einem Gedankenaustausch mit dem deutschen EU-Botschafter Reinhard Silberberg.

Als Gastgeber des anschließenden traditionellen Grünkohlessens in Brüssel konnte Ministerpräsident Weil ab 19.30 Uhr über 400 Gäste begrüßen. Festredner war in diesem Jahr Kommissar Günther Oettinger.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sts'in Hone, Ministerpräsident Weil und Kommissionspräsident Juncker  
Artikel-Informationen

06.07.2018

Ansprechpartner/in:
Herr Rafael Schubert

zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln