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„Alles unter einem Dach“: Regionale Versorgungszentren in den ländlichen Räumen

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Schmuckgrafik zum Thema Medizin (Stetoskop)   Bildrechte: Bruno Glätsch Pixabay

Die Daseinsvorsorge steht in den ländlichen Räumen vor Herausforderungen

Die Sicherstellung der Daseinsvorsorge ist im Flächenland Niedersachsen ein wichtiges Zukunftsthema. Der demografische Wandel verändert die Altersstrukturen: Die Gesellschaft wird älter, gleichzeitig nimmt die Mobilität ab. Das hat Folgen für die Versorgungsangebote in den Gemeinden, zum Beispiel in der ärztlichen Versorgung oder im Pflegebereich. Es betrifft aber auch soziale Beratungsangebote oder Begegnungsorte. Auch junge Familien stehen dadurch zunehmend vor Herausforderungen.

„Alles unter einem Dach“ – Versorgungsangebote in Regionalen Versorgungszentren bündeln

Im Rahmen des Modellprojekts Regionale Versorgungszentren (RVZ) werden derzeit an den drei Standorten Alfeld (Leine), Nordenham und Nordholz Konzepte entwickelt, um diesen Herausforderungen zu begegnen. In den RVZ sollen Dienstleistungen zur Daseinsvorsorge an gut erreichbaren Orten gebündelt werden. Die Basis der RVZ bildet ein kombiniertes Angebot aus hausärztlicher Versorgung und unterschiedlichsten Dienstleistungsangeboten. Das können beispielsweise Tagespflege und Beratungsangeboten sein, Hebammendienste oder Präventionskurse, Ergo- oder Physiotherapie, haushaltsnahe Dienstleistungen oder auch ein Café als Treffpunkt zum Austausch. Was genau am jeweiligen Standort benötigt wird, legen die Akteure vor Ort fest. In jedem Fall soll mit den RVZ eine attraktive und an den praktischen Bedürfnissen der Menschen orientierte Infrastruktur geschaffen werden. Ziel ist die Inbetriebnahme zum Ende 2021.

Hausärztliche Versorgung stärken: Innovative Ansätze in der Gesundheits- und Pflegeversorgung einbinden, attraktive Beschäftigungsmodelle eröffnen

Ein wesentlicher Teil des Konzepts ist die Einbindung eines hausärztlichen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in kommunaler Trägerschaft. Die MVZ sollen einen Beitrag zur hausärztlichen Versorgung der Region bringen, denn in den ländlichen Räumen bestehen an vielen Stellen zunehmend Schwierigkeiten, diese zu gewährleisten. In den MVZ sollen Ärztinnen und Ärzten Anstellungsmöglichkeiten mit attraktiven und flexiblen Arbeitszeiten eröffnet werden. Es soll ein interdisziplinärer und sektorenübergreifender Austausch stattfinden und es sollen Möglichkeiten der Telemedizin eingebunden werden.

Wer steht hinter dem Modellprojekt?

Das Modellprojekt wird durch das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Landesentwicklung gefördert und durch die Landkreise und Standortgemeinden vor Ort umgesetzt. Ein Lenkungskreis unter Mitwirkung der kommunalen Partner vor Ort sowie des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, des Niedersächsischen Landkreistages, der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, der AOK, dem vdek und der Bundesanstalt für Arbeit begleitet die Arbeiten.

An den drei Standorten Alfeld (Leine), Nordenham und Nordholz sind individuelle Konzepte für die Regionalen Versorgungszentren erarbeitet worden. Im Dezember 2020 haben alle drei Standorte Förderbescheide über jeweils mehr als eine Million Euro für die Umsetzung der RVZ erhalten.


Presseinformation RVZ Alfeld

Presseinformation RVZ Nordenham

Presseinformation RVZ Wurster Nordseeküste


Soweit weitere Informationen aus den Standorten vorliegen, werden diese hier verlinkt:

https://www.landkreis-cuxhaven.de/Themenbereiche/Gesundheit/Regionales-Versorgungszentrum/

Möchten Sie mehr über das Modellprojekt erfahren?

In der Geschäftsstelle RVZ stehen wir Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung!

Kontakt:

Geschäftsstelle Regionale Versorgungszentren

Tel. 0511 120 9722

Versorgungszentren@mb.niedersachsen.de

Artikel-Informationen

erstellt am:
26.11.2020
zuletzt aktualisiert am:
12.01.2021

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